




Eröffnung am 10.12. 2009 um 19 Uhr
Es spricht Cornelia Wieg Kustodien der Sammlung Plastik an der Stiftung Moritzburg Halle
Dauer der Ausstellung: 10. - 24.12.2009
Öffnungszeiten: Mi. - Sa. 14 - 18 Uhr
Die ufo Galerie zeigt vom 10. bis 24.12. die Ausstellung „wolf“ mit Radierungen, Malerei und Zeichnungen des Künstlers Steffen Braumann.
Steffen Braumann ist eine jener besonderen Entdeckungen, die immer seltener in den versteckten halleschen Künstlerateliers gemacht werden können. Handwerklich virtuos und anrührend persönlich verarbeitet Braumann in seinen Radierungen Erlebnisse und Träume. Eigenartige Zwitterwesen, Ameisenmenschen und Wölfe bevölkern die mitteldeutschen Landschaften, Wälder und Bauwerke. Der Betrachter bleibt Staunen; eine überbordenden Metaphorik, die sich niemals ganz erschließt und die dennoch berührt. Braumann macht Kunst, die auf einer originär künstlerischen und nonverbalen Ebene den Betrachter unvermittelt anspricht.
Steffen Braumann hat bis 2000 an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle bei Prof Thomas Rug Grafik und Malerei studiert. 2008 erhielt er ein Stipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.
Eröffnung: Freitag. 13. November 2009, 21 Uhr
Live mit »RAUS« aus Leipzig*
Ausstellung: 13.11 - 6.12.2009
Veranstaltungen während der gesamten Ausstellungsdauer
20 Jahre gepflegte Verwesung: Zombie DDR
Offene Ausstellung mit Programm
13. November bis 06. Dezember im ufo Galerie und Kunstraum, Halle/Saale
Abstract
Die DDR ist ein Zombie, ein Wiedergänger. Vor 20 Jahren offiziell beerdigt, wird sie regelmäßig auferstanden. Die Ausstellung „Zombie DDR“ fragt nach Ursachen und Wirkungen jenseits des politischen und feuilletonistischen Mainstreams anlässlich dieser Tage. Die offene Ausstellung in der halleschen Ufo Galerie und Kunstraum bedient sich der Verfahren und der Mittel aus Kunst und Wissenschaft; ein umfangreiches Begleitprogramm zielt auf eine direkte kritische Auseinandersetzung zwischen Publikum, Ausstellungsmachern und Jubiläum.
Ausführlicher Text
Die DDR kann nicht sterben, denn sie wird noch gebraucht. Den ängstlichen Anhängern der Nation dient sie als Vorzeigegespenst, um den sozialistischen Schrecken wachzuhalten und den Sozialismus allgemein als gesellschaftliche Utopie zu entschärfen. Den Ostdeutschen dient sie als Reibungs- und Vergleichsobjekt und als verklärter Fetisch. In jedem Fall ist die DDR Teil sprachlich geführter und ästhetisch inszenierter, gesellschaftlicher Kämpfe. Kämpfe, die unfair geführt werden – auf beiden Seiten.
Die Ausstellung „20 Jahre gepflegte Verwesung: Zombie DDR“ wagt den Blick auf das Schlachtfeld 20 Jahre nach dem Ableben der DDR, möchte den Zustand festhalten und kommentieren, ohne zu leugnen, dass sie Teil der Kämpfe ist und ihre MacherInnen einen eigenen Standpunkt vertreten. Von der linken Warte aus, versuchen KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen interdisziplinär und in der gegenseitigen Auseinandersetzung ihre Zweifel an der offiziellen Deutung der DDR zu überprüfen. So führen Beobachtungen des DDR-Diskurses zu einer kritischen Beschreibung und Analyse sprachlicher Herrschaftstools, die hoch aufgeladene Schlagwörter wie „Unrechtsstaat“ und „Verharmlosung“ vor der Folie eines erstarkenden Nationalismus entschlüsseln. Die Beobachtungen führen aber auch zur Übertreibung und Zuspitzung ins Absurde. Die Frage nach dem Konstruktcharakter der eigenen Biografie oder nach Objektivität bei Verschmieren von Bonbons vor dem Schlafengehen, bilden für KünstlerInnen Ausgangspunkte in der Auseinandersetzung.
Die Ausstellung ist als offenes Format angelegt, das Partizipation ermöglicht. Dass das keine leere Behauptung ist, zeigt der Umstand, dass keine fertigen Werke an weiße Wände gehangen werden, die die BesucherInnen dann ehrfurchtsvoll begutachten dürfen. Im Gegenteil: BesucherInnen dürfen prinzipiell in alle Arbeiten eingreifen – sei es durch impulsive Kommentare oder längerfristige ästhetische Strategien, die sie mit den KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen vor Ort aushandeln. Um den Einstieg in das Partizipative zu erleichtern und BesucherInnen zu animieren auch ihre Positionen stark zu machen, wird es Arbeiten geben, die bewusst einen eingeschränkteren partizipativen Rahmen vorgeben. Beispielsweise können BesucherInnen die Straßennamen der Stadt Halle neu bestimmen, indem sie die derzeit gültigen Namen auf einem Stadtplan mit Tipp-Ex überschreiben und ihre Wunschnamen einfügen.
Genauso offen, wenn auch etwas didaktischer gehen zwei Veranstaltungsreihen vor, die anhand von Fernsehfilmen und Fernsehdokumentationen Begriffe, Denkmuster und Zuschreibungen für DDR-Themen mit BesucherInnen diskutieren wollen. Die Reihe „Diktatur-Bar der Entunterwerfung“ schaut noch einmal Spiegel-Reportagen oder setzt sich zu Anne Will auf den Schoß, um Begriffe wie „2. deutsche Diktatur“ oder „Unrechtsstaat“ anschaulich zu zerlegen und Fragen aufzuwerfen. Die Reihe „Das dramaturgische Bonbon: Systemgegensatz“ problematisiert aktuelle TV-Produktionen zur deutschen Zeitgeschichte und ihre nunmehr entpolitisierte, nämlich psychologische oder konsummotivierte Version einer BRD und einer DDR vor 1989, die bis hin zu einer metaphysischen Geschichte reicht.
Weiterer Teil des Rahmenprogramms ist eine Hamburger-Berliner Theatergruppe mit ihrem Stück „Rose im Wald voller kommunistischer Bäume“. Das Stück erzählt – laut lachend – von einem Diktator, der sich im Blinddarm einer jungen, unbescholtenen DDR-Freiheitskämpferin zu reinkarnieren versucht.
Die Ausstellung „20 Jahre gepflegte Verwesung: Zombie DDR“ versteht sich nicht als abgeschlossenes Projekt, sondern möchte Fragen aufgreifen, aufwerfen und einige Antworten suchen. Das Thema DDR-nach-ihrem-Ende ist damit nicht erschöpfend behandelt. Die Suche geht weiter, der Klärungsbedarf bleibt.
Von und mit Yvonne Anders, Anne Baumann, Steffen Hendel, Robert Jeschonek, Julia Kurz, Sebastian Löwe, Christian Diaz Orejarena, Marike Schreiber und Claus Stoermer. Als Gäste: Anna Nigulis, Tobias Schülke, Ivna Zic, Babett Grube, Veronica Wüst und Judith Szillus.
Wir freuen uns auf Ihr Interesse.
Kontakt:
Steffen Hendel, email: steffenhendel@yahoo.de , mobil: 0176-24675981
Sebastian Löwe, email: sebastian.loewe@gmail.com , mobil: 01520-7539858
*Veranstaltungsreihen
Das dramaturgische Bonbon „Systemgegensatz - donnerstags 20 Uhr*
/Wir schauen uns an: drei TV-Filme, die die DDR im Lichte ihres
Untergangs und ihrer „Angliederung thematisieren. Anschließend gibt es:
Diskussionen. Jeder Film wird begleitet von: einem (kleinen) Vortrag.
Vorgestellt von: Steffen Hendel.
/
*Diktatur-bar der Entunterwerfung - sonntags 20 Uhr*
/Aufklärungsformat mit Selbsteinbringpotenzial. Die Atmosphäre einer
Sport-Bar imitierend, sollen Fernsehformate wie beispielsweise Talkshows
oder Dokumentationen zur DDR geschaut und hinterfragt werden. Die
Diskussion regen an und Beispiele wählen aus: Robert Jeschonek und
Sebastian Löwe./
*Exkursion zum Filmspiegelkabinett - sonntags 14 Uhr*
/Beobachtung ist die zielgerichtete Wahrnehmung von Objekten oder
Vorgängen - „Einen Oscar - Der Blick aus der Deutschen Demokratischen
Republik. /
*Veranstaltungen
Das Loch - Preview mit Testpublikum - 20. und 21. November - 20 Uhr*
/Yvonne Anders & Stefanie Schroeders Dokumentarfilm (30min)
„Da müsste sich die halbe Welt ganz andere Gedanken machen
Am äußersten Rand des Erzgebirges überzieht ein Bürgermeister sein Dorf
mit einem schachbrettartigen Muster von Bohrlöchern. Ein ehemaliger
Privatdetektiv und Autor verfolgt seit 14 Jahren die Spur des
verschollenen Bernsteinzimmers. Im erzgebirgischen Aue/Schwarzenberg
stellt ein Heimatforscher Vermutungen über geheime Dokumente aus dem
zweiten Weltkrieg an, die in einem Netz aus unterirdischen
Bergwerkstollen verborgen sein könnten. Auf der Suche nach den gründen
für langjährige Grabungen, Forschung und Spekulationen der Protagonisten
bekommen die Filmemacherinnen zudem kryptische Hinweise aus dem
Internet: „Und was hat Kolumbus gefunden, Indien jedenfalls nicht./
*Rose im Wald voller kommunistischer Bäume - 27. und 28. November - 20 Uhr*
Ein Projekt für den Weltfrieden von : Babett Grube und Ivna Zic
Text von: Gaël Roth
Mit: Anna Nigulis, Tobias Schülke, Ivna Zic, Babett Grube und alle, die
Rose unterwegs begegnen
Regie: Babett Grube, Ivna Zic
Bühne : Veronica Wüst
Kostüme: Judith Szillus
Eintritt: 5 Euro + Spende
/Damals in der DDR: Während ihres ersten Auftritts als Solistin des
Chors der antiimperialistischen Jugendfront bei den 10. sozialistischen
Weltfestspielen 1973 fällt die zwölfjährige Rose in Ohnmacht. In ihrem
Blinddarm hat sich der Geist des bösesten Aggressors der Weltgeschichte
reinkarniert, was eine schwere Entzündung zur Folge hat und eine
sofortige Operation erfordert. Das Monster will nach geglückter
Operation in die Freiheit, um die Weltherrschaft endgültig an sich zu
reißen. Doch er hat nicht mit der Widerstandskraft der Friedens-,
Apartheids-, Antiterror- und Emanzipationskämpferin - der kleinen Rose -
gerechnet.
Zwischen den so unterschiedlichen, doch gleichfalls ebenbürtigen,
Gegnern entspinnt sich ein mörderischer Kampf um die Zukunft des
Planeten. Ein Science-Fiction und Politthriller der Superlative./
Ausstellung: 16.10 - 8.11.2009
Eröffnung: Donnerstag. 15. Oktober 2009, 19 Uhr
Das Team von HÜX'L XL zeigt ab Donnerstag in der ufo Galerie neueste Ergebnisse und allerhand Erstaunliches aus der Unterwasserschlotforschung. Die Welt der Tiefsee ist bekanntlich nicht nur von merkwürdigen Gesellen wie den Laternenfischen, Tiefseeplattköpfen oder Leuchtfischen bevölkert, sondern auch von Bakterienkulturen die sich von Schwefel ernähren und, von üblen Flatulenzen geplagt, kolossal schlecht riechen. HÜX'L XL konnte einige Exemplare dieser Spezies aus den Laboren des Instituts für Meeresfoschung Kiel entwenden und werden zur Eröffnung am Donnerstag Abend erste Genklonexperimente am lebenden Ausstellungsbesucher vornehmen.
HÜXL'XL
vom 12.9.09 bis 10.10.09
Vernissage 11.09.09, 19.00 Uhr
Zur Eröffnung spricht der Medien- und Kulturtheoretiker Marc Ries
Erröten/REDDEN ist eine Gemeinschaftsausstellung der Künstlerinnen Alba D’Urbano und Dagmar Varady. Gemeinsam transformieren sie die ufo Galerie zu einem Reagenzglas, in dem die gezeigten Arbeiten einen dichten Dialog miteinander und mit dem Publikum initiieren.
Emergenz ist der zentrale Begriff, auf den sich die beiden Künstlerinnen beziehen. Im Italienischen bedeutet das Wort „emergenza“ Ausnahmezustand, Notfall, Notstand. Um Aufmerksamkeit zu erzeugen, wird täglich eine Flut an Bildern ausgestrahlt, die suggestiv auf die Wahrnehmung der Welt wirken. Die Künstlerinnen nehmen in der jetzigen Ausstellung auf verschiedene Aspekte von Emergenz Bezug und eröffnen mit ihren Arbeiten einen visuellen und auditiven Erfahrungsmoment, der „emergente“ Medienbilder und Aufmerksamkeit steigernde massenmediale Strategien aufgreift und thematisiert. Die Ausstellung ist Teil eines „fließenden Werkprozesses“ und damit unvorhersehbar.
Alba D’Urbano hat Philosophie und Kunst studiert. Sie ist seit 1995 Professorin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und leitet dort die Klasse für Intermedia.
Dagmar Varady hat Design und Kunst studiert und lebt und arbeitet als Künstlerin in Halle/Leipzig. Sie nimmt seit 1993 an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil.
What! What! in der ufo Galerie
Ausstellung:
vom 10. Juli bis 9. August 2009
Dates:
Freitag - 10.Juli: Vernissage – « feeling of a fancy cakebattle » + Opening Remixcontest
Samstag - 25.Juli: « Techno im öffentlichen Raum »
Sonntag - 2.August: « Sounds Like Tags On Toiletdoors » - Lowskii (live) + Kino Kid Cash
Sonntag - 9.August: Finissage + Remixshow
shorttext:
« New electronic music, freak out, creating music like a picture, sudden rush of emotion, bassdrums like tags on toiletdoors, surprises,unexpectable, Nu Disco, unlimited, hear, see, feel, be yourself, behave yourself at the antifluffy carnival. »
Das angesagte hallesche Label What! What! Records besteht nun seit einem Jahr. Die Ausstellung in der ufo Galerie gibt einen Einblick in das Gesamtkunstwerk What! What!.
Zu sehen sind Fotografien, Filme, Zeichnungen, räumliche Inszenierungen von Objekt- bzw. Wandgestaltungsarrangements in Verbindung mit natürlich akustischen Elementen. Diese Sammlung soll zu einer audio-visuellen Welt verschmelzen und in ihrer Gesamtheit das Image des Musiklabels illustrieren. Desweiteren entsteht innerhalb der Ausstellung eine WHAT! WHAT! - RADIOSHOW welche während der Ausstellung exklusiv vor Ort präsentiert wird und später über Radio Corax und andere Radiosender hinaus in die Welt gesendet wird. Es gibt zwei Termine, wo Techno und öffentlicher Raum thematisiert werden. Zur Finissage werden die Ergebnisse des Remixcontests präsentiert.
www.whatwhat.de
www.myspace.com/whatwhatrecords
Fotografie, Skulptur, Video
Ausstellung: 04.Mai – 03.Juli 2009
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 14-18 Uhr
„Er verfolgte mich auf Schritt und Tritt, seine Augen hatten mich immer im Visier.
Ich richtete meine Kamera direkt auf seine blauen Augen, um heraus zu finden, wer er war.“
In der Ausstellung Bilder auf Vorrat von Jana Müller wird der Personenkult um Mustafa Kemal Atatürk, dem „Vater der Türken“, hinterfragt. Das Abbild des Republikgründers hat in der Türkei eine solche Omnipräsenz im öffentlichen wie privaten Raum erreicht, dass das Erinnern an die Person zum Zwang wird. Anders als in vielen anderen Staaten, in denen zu unterschiedlichen Zeiten ein Personenkult um einzelne Politiker existierte, sich über die Zeit jedoch stark veränderte oder völlig wegfiel, ist der Personenkult um Atatürk, der seit nun 71 Jahren andauert, stabil und wirkt über seine Zeit hinaus. Das Abbild Atatürks, welches noch immer für die Modernisierung steht, wird gezielt eingesetzt, um die nationale Identität weiterhin zu stärken.
Die Künstlerin zeigt in ihrer Mixed Media Installation ein Bild hinter dem Abbild. Die Prozesse der Bildproduktion und Bildreproduktion stehen hier im Vordergrund.
Zu sehen ist die Maschinerie der Mythosbildung. In dem gezeigten Video ertönen laute Maschinengeräusche, man sieht wie die ideologischen Gebrauchsgüter massenhaft produziert werden: für den direkten Einsatz, für kommerzielle Zwecke, für den flüchtigen Verbrauch, oder einfach auf Vorrat. Am Ende des Films wird der Sound präsenter und drohender, fast scheint es wie eine Explosion der Produktion. Das Schlussbild zeigt die Schweigeminute am Todestag von Atatürk. Das ganze Land hält kurzweilig den Atem an. Es steht still, Niemand bewegt sich, Nichts bewegt sich, außer den Schatten auf dem Taksim Platz und die umher fliegenden Möwen. Die Maschinen verstummen und es drängt sich die Frage auf, wann der Vorrat an Mythos aufgebraucht ist und seine Kraft verliert.
Ausstellung: 5. Februar – 8. März 2009
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 14-18 Uhr
Die Ausstellung Senden zeigt Dokumentationen von Interventionen des halleschen Künstlers Thomas Rabisch. In Text und Bild werden die größtenteils temporären Arbeiten der vergangenen Jahre gezeigt. Thomas Rabisch war in Berlin, Belgrad, Puglia/Italien und Halle in zahlreichen Ausstellungen vertreten.
Es liegt in ihrer Natur von ortsgebundenen ephemeren Bildwerken, dass am Ende nichts bleibt als Fotos und eine verbale Beschreibung. Als Einzelstücke im öffentlichen Raum geben sie naturgemäß keinen apostrophierten Hinweis auf ihre Verortung als Werke der Kunst und somit auch nicht auf andere künstlerische Äußerungen des Autors an anderen Orten und zu anderen Zeiten. Eine Übersicht über die wichtigsten Arbeiten von Thomas Rabisch in einer klassischen Galerieausstellung ist somit ein notwendiger Kompromiss im ansonsten kompromisslosen Werk des Künstlers.
Thomas Rabisch aktuelle Arbeit senden korrespondiert mit dem Re-Make eines älteren verschollenen Werks. Beide Arbeiten deuten die Handlung des Fernsehens auf ganz persönliche Weise um.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 14-18 Uhr
Parallel zur Ausstellung Kunstpreis08 im Kunstforum Halle (Vernissage am 15.2. um 15 Uhr) wird in der ufo Galerie eine Ausstellung des Kunstpreisträgers Robert Kunec stattfinden. Robert Kunec beeindruckt mit seinen konzeptionell durchdachten und gleichzeitig überaus ästhetischen Arbeiten. Die Ausstellung in der ufo Galerie erweitert die großzügige Präsentation Robert Kunecs im Kunstforum um Einblicke in seine Denk- und Arbeitsweisen.
Eröffnung am 7. Januar 2009, 20 Uhr
Ausstellung: 8.–18. Januar 2009
www.club-mantell.de
Am 7. Januar wurde in der UFO-Galerie eine die Ausstellung mit dem Titel "Kurzzeitig unangestrengtes Warten auf den Erfolg" eröffnet und gleichzeitig der club mantell vorgestellt.
Seine Mitglieder sind ein Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern, darunter: Astrid Bredereck, Annette Friedrich, Ulrike Jänichen, Ireen Kranz, Jule Claudia Mahn, Andrea Nieke, Sonja Poll, Anne Puls, Magnus Sönning, Helmut Stabe und Judith Weißig.
Der club mantell zeigt mit dieser Ausstellung, dass Warten nicht unbedingt verlorene Zeit sein muss, sondern als produktive Phase verstanden werden kann, die Verheißung auf etwas Besseres verspricht, vielleicht auf den Erfolg oder auf das Warten selbst.
Betritt man die Ausstellung ist es so, als sei man selbst club mantell, ein Teil des club mantell Universums, des Denkens und Handelns und irgendwie mit auf der Suche nach Captain Thomas Mantell, der unter mysteriösen Umständen auf der Verfolgungsfahrt nach einem gesichteten unbekannten Flugobjekt ums Leben kam.
Steht man auf der "blauen Bohne", dem Logo des clubs und der zentralen Arbeit dieser Ausstellung mit dem Titel "Flugfeld", beginnt sich alles zu drehen. Es scheint als würden die Verhältnisse und die Bedingungen vorgeführt, unter denen der club arbeitet - Licht und Schatten, Bewegung und Stillstand, Raum und Zeit, von Menschen und Dingen.
Wir meinen oft alles zu kennen und wissen nichts.
Der Blick auf das "Flugfeld" ist so unendlich, wie er begrenzt ist.
Dem Besucher der Ausstellung wird eine Recherche angeboten, die nicht glaubhaft sein muss. Sie muss Kunst sein und das ist sie.
Es ist das Provisorische, das Gemachte was die Ausstellungsstücke, die Installationen zu Modellen macht. Modelle für die Phänomene der Natur, des Lebens, des Menschlichen, der Sehnsucht, des Überirdischen. Es handelt sich um eine Laborsituation, die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler sind die Testreihen von Forscherinnen und Forschern: beobachten, kontrollieren, dokumentieren, festhalten, aufklären, vom speziellen zum universellen Gedanken. Alles muss vorher durch die "Schleuse" der präzisen Prüfung.
In dieser Ausstellung können wir teilhaben an zufälligen und langwierigen Beobachtungen. Die Arbeit „nicotiana tabacum“ von Ulrike Jänichen zum Beispiel dokumentiert minutiös die Wetterverhältnisse unter denen Wachstum von Samen und menschliches Glück möglich sein können. Ein ständiges Vergewissern der äußeren Umstände, bringt sie vielleicht einem Zustand nahe, den man „ganz“ nennen könnte, aber nur dann, wenn sich Beobachtungen und Ergebnisse in einer gewissen Anordnung fügen.
Der club mantell, das sind also Experten, Spezialisten und Laien zugleich und was die Aufklärungsflüge angeht, so wäre der Eine ohne den Anderen nicht da angekommen, wo er gelandet ist. Und wir, die Besucher der Ausstellung in der UFO-Galerie haben Glück gehabt.
Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Januar zu sehen, von Mittwoch bis Sonntag ist die Galerie von 14-18 Uhr geöffnet.
Franziska Brandt
Ausstellung: 8.–18. Januar 2009
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 14-18 Uhr
www.club-mantell.de
Astrid Bredereck, Annette Friedrich, Ulrike Jänichen, Ireen Kranz, Jule Claudia Mahn, Andrea Nieke, Sonja Poll, Anne Puls, Helmut Stabe, Judith Weißig
Mittwoch 26. Oktober 2008 um 20:00
Dauer 26.11. - 23.12.2008
www.klub7.de
Das Thema Stadt ist mit den Bildthemen der halleschen Künstlergruppe KLUB7 eng und untrennbar verwoben. Die gezeigeten Grafiken werden illustrativ und typografisch aus der Graffiti-Kultur gespeißt. Sechs Leute mit unterschiedlichen Stilen vermischen diese zu einem hochexplosiven visuellen Geschmackserlebnis.
Diese Ausstellung in der UFO-Galerie ist die einzige, diesjährige, hallesche Ausstellung, die einen Gesamtüberblick über die aktuellen Arbeiten von KLUB7 bietet.
22.10. - 14.11.2008
Eröffnung: Mittwoch 22. Oktober 20:00
Die Ausstellung „Questioning Identity“ wird kuratiert von Sabine Aichele-Elsner, Galerie ARTAe Leipzig und findet innerhalb des Rahmens der Vorlesungsreihe „que(e)r einsteigen“ der Martin-Luther-Universität im Wintersemester 2008/2009 statt.
So vielfältig die Ansätze in den Queer Studies sind, so vielfältig sind auch die künstlerischen Positionen zum Thema Identität. Es wurden Fotografien,
Videos, Buchprojekte und Installationen von sechs AbsolventInnen, Studierende und
MeisterschülerInnen aus Halle (Burg Giebichenstein) und Leipzig (HGB) ausgewählt
und sinnvoll zusammengestellt. Die meisten Kunstwerke werden erstmals
präsentiert. Durch die Kombination entstehen Korrespondenzen der Ideen und
es öffnen sich neue Blickwinkel. So bietet diese Ausstellung eine gute
Teilnehmende KünstlerInnen:
Kathleen Busies
Thomas Dachs
Ronald Gerber
Florian Goldbach
Kerstin Rudolph
Ruth Maria Sahner
01. Oktober 20 Uhr Aufführung der Komposition "Stocha" für Querflöte und Schauspieler mit Bianca Hase und Rashid D. Sidgi
Ausstellung: 01. - 15. Oktober und zum
Galerienrundgang am 18. Oktober 2008
18. Oktober um 20 Uhr: Aufführung zweier Stücke für Gitarre mit dem Gitarristen Rodrigo Guzmán.
Kurator der Ausstellung: Jörg Wunderlich
Neue Musik trifft experimentelle Malerei
Auf der Suche nach der Essenz des Begriffes Komposition bewegt sich der junge Leipziger Torsten Pfeffer seit Jahren simultan zwischen den Feldern Musik und Malerei.Unterstützt durch Lehrer und Mentoren wie Andrés Maupoint oder Neo Rauch setzt er sich dabei ganz bewußt mit aktuellen Strömungen beider Kunstgattungen auseinander, um im Simultanprozeß zu seiner ureigenen künstlerischen Sprache vorzustoßen. Die Ausstellung zeigt u.a. malerische und graphische Arbeiten, die sich mit Kompositionstechniken bei Steve Reich, Jannis Xennakis, György Ligeti oder Joseph Haydn auseinandersetzen.
Zur Vernissage wird eine experimentelle Komposition durch die Querflötistin Bianca Haseund den Schauspieler Rashid Sidgi als Peformance zu erleben sein.
Mittwoch 01. Oktober 2008
perfomative Aufführung der Komposition Stocha
In seinen malerischen und grafischen Arbeiten hat Pfeffer verschiedene Kompositionstechniken angewendet, wie sie aus der Musikgeschichte bekannt sind.
Dabei ging es ihm vor allem um Rhythmus und Strukturen, aber auch um den mathematischen Zufall oder Wahrscheinlichkeiten.
Den umgekehrten Weg von „vom Bild zur Musik“ können die Besucher der Vernissage live miterleben, wenn eine experimentelle Komposition Pfeffers in den Galerieräumen uraufgeführt wird. Für dieses Werk, was für zwei Flötenstimmen und einen Schauspieler geschrieben wurde, hat der Künstler die Raumproportionen der UFO-Galerie in hörbare Töne übertragen.
Die Querflötistin Bianca Hase, die 2005 den Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" gewann und der Schauspieler Rashid D. Sidgi, bekannt aus der Leipziger Theaterturbine, werden in einer multimedialen Performance auftreten und das Werk interpretieren.
Samstag 18. Oktober 2008 um 20 Uhr
Aufführung der Kompositionen Taupila Ree und Erüb durch den Gitarristen Rodrigo Guzmán
Der Verlag culturtraeger Leipzig schreibt alljährlich unter dem Titel Sommereditionen einen Wettbewerb aus, der junge Grafikerinnen und Grafiker einlädt sommerlich leichte Postkartengrafiken zu erstellen und diese zu publizieren. Zur Eröffnung der kleinen Ausstellung lädt culturtraeger und die ufo-Galerie zu einem sonntäglichen Brunch in die Galerieräume. Neben der aktuellen Preisträgerarbeit werden die Editionen der vergangenen Jahre und weitere Grafiken von Suzanne Haase gezeigt.
Dong Cháy (vietn.), panta rhei (Heraklit, griech.) alles fließt. Vietnam im
Frieden. Zehn Deutsche, ein Vietnamese und eine Albanierin bereisten vom
7. Februar bis zum 8. März des Jahres die Sozialistische Republik Vietnam.
„Wir erlebten ein Land“, so Justus Richter, Student im 3. Studienjahr, „wie
es gegensätzlicher nicht sein kann und eine Gastfreundschaft, wie sie ohne
eine Gegenleistung zu fordern eben nur ein Bruder, gleichsam stellvertretend
für die Familie, zu leisten im Stande ist.“
Dr. Christian Hirte, der im Stadtmuseum die Ausstellung „Vietnam im
Frieden“ zeigt, erinnert daran, dass während eines Besuchs in Berlin 1967,
„der amerikanische Außenminister Humphrey von Angehörigen der Kommune
I mit Pudding beworfen wurde. Die Öffentlichkeit war empört. „Nicht
Napalmbomben auf Frauen und Kinder zu werfen ist demnach kriminell,
sondern dagegen zu protestieren“, kommentierte Ulrike Meinhof. Westdeutschland
positionierte sich unverhohlen auf der Seite des amerikanischen
Bundesgenossen. In der DDR dagegen waren Protest und Vietnam-Solidarität
Staatsdoktrin. Zwei geteilte Nationen: Die Grenze zwischen Nord- und
Südvietnam verlief auch zwischen DDR und Bundesrepublik.
Kaum ein Krieg außerhalb Europas wurde hierzulande so empathisch empfunden
wie der Vietnam-Krieg in seinem Ungleichgewicht der Kräfte, der
ökonomisch-technologischen Überlegenheit hier, der zähen Tapferkeit dort
und dem unendlichen Leid der Zivilbevölkerung zwischen den Fronten. Die
Bilder davon hallen nach. Vierzig Jahre später führen uns die Bilder in ein
friedliches Land. Alltagsszenen und Stimmungen, teilnahmsvoll wahrgenommen.
Im Blick auf das kulturell Andere spiegelt sich die Differenz zu den
Kategorien der gewohnten Erfahrung. Der Alltag in Vietnam funktioniert
anders, lebendiger, bunter, leichter so scheint es. Mit der wirtschaftlichen
Hegemonie der USA hat man sich arrangiert. Die Spuren des Krieges verhalten
sich dezent. Die Brandwunden mögen verheilt sein, Agent Orange wirkt
nach, das sei dabei nicht vergessen.
Die Teilnahme am Schicksal Vietnams ist Teil deutsch-deutscher Zeitgeschichte.
Zumal vietnamesische Kultur längst auch Teil unseres Alltags geworden
ist. Sie wird verkörpert durch freundliche Menschen, Dagebliebene
oder Nachkommen von mehr als 70.000 so genannten Vertragsarbeitern in
der DDR. Ihre Geschichte sollte ein Stück der unseren geworden sein. Auch
darum ist ein Stadtmuseum der stimmige Ort, über Vietnam nachzudenken.
Die Kabinettsausstellung „Bruderhilfe“ in der ufo-Galerie fokussiert den
Blick auf das individuelle Auseinandersetzen der Studierenden mit den
Brüchen und Eigenheiten dieses jüngst erwachten Tigerstaates am Golf von
Tonkin. Westlicher Kapitalismus, östliche Religion und internationaler Sozialismus
sind Eckwerte, die in Vietnam harmonisch zu koexistieren scheinen.
Die Ausstellung „Bruderhilfe“ wird von einem Rahmenprogramm begleitet.
Mit Vorträgen und Diskussionen und bei einem sommerlichen Straßenfest
werden Facetten der besonderen historischen, wirtschaftlichen und kulturellen
Eigenheiten der vietnamesischen Gemeinde in Halle beleuchtet.
Zu den beiden Ausstellungen ist ein Katalog erschienen.
Dauer
Ein Ausstellungsprojekt des internationalen Theaterinstituts Germany und der Klasse Medienkunst an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle im Rahmen des Festivals Theater der Welt
Künstler Yvonne Anders/Andreas Spur, Andrea Keiz, Björn Kliem, Kathrin Lemcke, Dani Lima, Sebastian Löwe, Yunna Long, Paul Gazolla, Holger Neumaier, Irina Pauls, Stylianos Schicho, Michelle Teran, Charlotte Vincent
Verwirrung ist Programm. escalators meint das englische Wort für Rolltreppe und fordert nur indirekt zur Eskalation
als künstlerischer Strategie auf. Die Rolltreppe erleichtert nicht nur das Treppensteigen, sondern auch die Optimierung
von Videoüberwachung still stehender Passanten. In diskursiven, die Chancen des Subjekts reflektierenden
und auf die Kraft des Subversiven vertrauenden Projekten, hinterfragen Studentinnen und Studenten der Klasse
Medienkunst den Überwachungsdiskurs auf überraschend analoge Weise.
Projektleitung: Prof. Ute Hörner
weitere Infos:
Internationales Theaterinstitut
Theater der Welt
Medienkunst an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle
In Oliver Blomeiers Arbeiten dreht sich alles um... Um was eigentlich?
Um was, ist schwer zu benennen, es dreht sich einfach viel: Es dreht sich um Musik und wie diese unsere Erinnerungen speichert. Schallplatten drehen sich auf Plattentellern. Filmschleifen kreisen durch Filmprojektoren. Räder greifen ineinander, drehen sich, treiben an...
Diesmal dreht sich alles ums Malen mit dem Kindergruppen- und Hausfrauenmedium WINDOWCOLOR, und natürlich um die Lust am Bild. Speziell dreht sich's ums Albumcover, das Bild zur Musik, das mit Einführung der CD miniaturisiert wurde und nun im Zeitalter von Playlist und Highspeed-download gänzlich zu verschwinden droht...
Für ambitionierte Hausfrauen und Nichthausfrauen liegen Farben und Malvorlagen bereit
Es spricht: Dr. Christian Hirte (Direktor Stadtmuseum Halle)
Es spielt: Schulkapelle HfBK Braunschweig
Dauer der Ausstellung: 18. bis 25. Mai 2008
Vier Kunststudentinnen und -studenten der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig zeigen Videokunst und Medieninstallationen.
Die Ausstellung findet im Rahmen eines von der Burg Giebichenstein geförderten Projektes statt, in welchem sich Studierende verschiedener deutscher Kunsthochschulen in Halle präsentieren, um so einen überregionalen Austausch anzuregen. Neben der wichtigen Vernetzung ergibt sich für die Studierenden die Möglichkeit, gefundene künstlerische Arbeitsansätze und Lösungen zu vergleichen und zu hinterfragen.
Am Sonntag den 18. Mai wird ein Künstlergespräch stattfinden, bei dem die Beteiligten sich und ihren Arbeiten genauer vorstellen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Künstler:
Nora-Lena Meyer (Malerei)
Rahel Bruns (Plastik)
Walter Zuborg (Inter Media Art)
E.S. Mayorga (Medienkunst)
Die Ausstellung wird unterstützt von der "Plattform für Daneben" der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, Halle.
Ausstellung
Vernissage
Jay gard (Johannes Gärtner) studierte von 2004 bis 2006 Grafik bei Prof. Thomas Rug an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle. 2007 arbeitete er in der Werkstatt des New Yorker Künstlers Tom Sachs am „Space Program“ mit. Die künstlerische Methode des Tom Sachs, die von ihm so benannte Bricolage (franz. Bastelei) findet sich auch in den jüngeren Werken von jay gard wieder. Während bei Tom Sachs die komplette Szenerie der ersten Mondlandung nachgebaut und nachgestellt wird, findet man bei jay gard lediglich die Utensilien wieder, die möglicherweise zum Bau solcher Landschaften notwendig sind. Martialische Motorsägen, High-Voltage-Schaltkästen oder Audio-Mischpulte erregen das Interesse des jungen Künstlers und entwickeln in raumfüllenden Installationen ein eigentümliches Eigenleben. Diese Werkzeuge des DoItYourself-Handwerkers werden vielfach skaliert zu mächtigen Reliquien des modernen Lebens. Das Material, Pappe, schrumpft dagegen deren Bedeutung wieder auf Comicniveau herab. In dieser Ambivalenz scheint sich der hoffnungsvolle, nach Taten dürstende Hallenser Künstler äußerst wohl zu fühlen. Die ufo-Galerie hofft, dieses junge Talent auf seinem Weg "to the moon" ein klein wenig anstoßen zu können. Houston, we have no Problem!
Die „jay gard and friends - special bonus photo show" erweitert die Ausstellung
mit Fotografien von Künstlern aus dem Umfeld von jay
gard.
Sarah Lachance (nyc)
Kerry Hassler (nyc)
The Bob Rosses Group (berlin)
Dauer
Vernissage
Finissage
Es stellen aus Jan Apitz/ Ursula Gutzer, Julia Crusilla, Oliver Goldacker, Martina Löhle, Paula Muhr, Katrin Rux, Petra Schwenzfeier, Doris Ziegler, u.a.
Wie fühlt sich das Alter an? Wie gestalten sich Begegnungen mit dem Alter und alternden Menschen? Die vorgeprägten Bilder sind stark und erweisen sich bei intensiverer Zuwendung als richtig und falsch zugleich. Grundlage der Ausstellung „Das dritte Ohr“, die von Studendierenden des Fachbereichs Kunsterziehung/ Kunstpädagogik unter Leitung von Jan Apitz konzipiert wurde, bildet das Kunstvermittlungsprojekt „Hörzu“, das seit 2005 in Kooperation mit dem Alten- und Pflegeheim der Riebeckschen Stiftungen entwickelt wurde. Die vorgestellten Positionen zeigen künstlerische Auseinandersetzungen mit unseren Bildern vom Alter und reichen von der reinen Beobachtung bis hin zu gemeinsam mit den Seniorinnen im Projekt erarbeiteten Ansätzen. Sie bilden den Versuch, standardisierte Sichtweisen zu befragen und mit dem ‚dritten Ohr’ zu erhören, was sich zwischen den Zeilen eines Generationengesprächs verbirgt.
Von „Hör zu“ zum „Dritten Ohr“
Die Ausstellung „Das dritte Ohr“ bildet den Abschluss eines über zweijährigen Projekts von Studenten des Fachbereichs Kunsterziehung/ Kunstpädagogik der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle. 2005 von Prof. Una H. Moehrke in Kooperation mit dem Alten- und Pflegeheim des Paul-Riebeck-Stifts initiiert, tasteten sich die Studenten in den verschiedenen Phasen des Projekts an Möglichkeiten des (künstlerischen) Umgangs mit den teilnehmenden Senioren heran.
Der Name des Projekts „Hör zu“ war dabei Programm. Jedes Treffen mit den alten Damen erwies sich als eine Herausforderung, die von großer Emotionalität geprägt war. Unterschiedlichste Befindlichkeiten und momentane Stimmungen mussten berücksichtigt werden. Manche der Seniorinnen waren topfit, andere Damen wussten nach einer Woche nicht mehr, wer wir sind und warum wir zusammen kommen. Zu merken war immer wieder, dass das Miteinander, eben das „Zuhören“, oft wertvoller ist, als jede künstlerische Übung. Zeichnerische und malerische Anregungen konzipierten wir daher meist so, dass sie Gesprächsanlässe ermöglichten. Berührende Momente des Miteinanders standen aber auch immer wieder Gefühlen der Überforderung und Hilflosigkeit gegenüber. Inwieweit können wir die alten Damen auch mit Neuem (heraus)fordern? Wie wird gelebtes Leben in künstlerischen Arbeiten sichtbar? Welchen Sinn macht überhaupt künstlerisches Arbeiten als Mittel der Begegnung?
Diese Fragen führten oft genug an Grenzen.
Die Projektarbeit als Gruppe endete im Januar 2007 mit einem Besuch der Seniorinnen im Atelier HERMES der Kunststudenten - eine sichtlich spannende Erfahrung für die alten Damen. Die Fortsetzung des Projekts im SS 2007 konzentrierte sich auf ein verstärkt individuell-biographisches Arbeiten. Im Zuge der Auswertungen zum Projekt entstand der Gedanke einer thematischen Ausstellung.
„Das dritte Ohr“ verlässt nunmehr die Projektebene, die nur in Ausschnitten Teil der Ausstellung ist. Wichtiger war es uns, auf künstlerischer Ebene zu zeigen, wie ein Generationengespräch aus unterschiedlichsten Blickpunkten aussehen kann und dafür auch Gast-Künstler wie Paula Muhr und Doris Ziegler einzuladen, die sich mit der Thematik beschäftigen. Die in der Ausstellung gezeigte Spanne von beobachtender Distanz bis hin zu intimster Annäherung soll zu einem neuen Gespräch und Zuhören mit dem „dritten Ohr“ anregen.
Teilnehmer des Projekts „Hör zu“ in seinen verschiedenen Phasen waren: Julia Crusilla, Oliver Goldacker, Katharina Grabowski, Anne Lindner, Diana Linkert, Martina Loehle, Katrin Rux, Christin Rinke, Janina Schmid, Nicolas Schröter, Sabine Töpper, (alle FG Kunsterziehung/ Kunstpädagogik) Petra Schwenzfeier (FG Metall)
Leitung: Prof. Una H. Moehrke, Jan Apitz
Jan Apitz
Dauer
Vernissage
Finissage
Künstlergruppe
Seit dem Ende der DDR befinden sich
die Region zwischen ehemaliger Stacheldrahtgrenze und dem wilden Osteuropa in einer allumfassenden Unsicherheit. Schon die Bezeichnung des Landstrichs wird mitunter zur Groteske. Handelt es sich nun um Mitteldeutschland, Ostdeutschland oder diplomatisch um die fünf NEUEN Bundesländer? Gibt es den Aufbau OST, Umbau OST oder doch eher den Abbau OST? Welches Förderprogramm schaufelt gerade welchem Unternehmen Geld in die Kassen, damit hier im deregulierten und nach Arbeitsplätzen hechelnden Konkursland mit globalisierten Arbeitsmodellen experimentiert werden kann?
Die Ausstellung Aufbau OST untersucht Veränderungen, die in den vergangenen 18 Jahren durch und über die Menschen gekommen sind anhand künstlerischer Reflexionen in Halle (Saale).
BANKLEER - REALE RESTE
Die Künstlergruppe Bankleer aus Berlin beschäftigt sich
mit den Funktionsprinzipien der Neoliberalisierung und der Prekarisierung von Arbeithabenden und Arbeitslosen. Die Videoarbeit „Reale Reste“ wurde in der urbanen Trümmer- und Abfallarchitektur eines zerfallenen Hauses, in einer zum Abriss bereit stehenden Plattenbausiedlung und in einem tropischen Freizeitressort in Brandenburg gedreht.
COMPLIZEN PLANUNGSBÜRO -SPORTIFICATION
Sportification verlagert Fun- und Extremsportarten direkt vor
die Haustür. Ob mit dem Bike durchs Treppenhaus einer Platte oder einfach mal mit den Skates durch den Palast der Republik heizen. Sportification bietet jungen, kreativen Köpfen die Möglichkeit, ihren Sport auf eine andere Art und Weise zu erleben. Gezeigt werden die Sportifikation Events der Jahre 03, 04, 05.
FIEDLER.TORNQUIST ARCHITEKTEN UND COMPLIZEN PLANUNGSBÜRO - EXTERRITORIES
Eine Sonderwirtschaftszone mitten in Mitteldeutschland? Wirtschaftboom wie
in Hong Kong dem gegenwärtigen „Nullwachstum“ zum Trotz? Der Großraum Halle unter chinesischer Verwaltung?
exterritories stellt das Entstehen exterritorialer Gebiete als logische Folge aktueller Globalisierungstendenzen dar.
In Aufbau OST wird eine Dokumentation der öffentlichen Anhörung zur Einrichtung der Sonderwirtschaftzone der Volksrepublik China im Raum Halle gezeigt.
ANSELM WEIDNER - RADIOFEATURES
Linie 5 - Reise von Halle nach nirgendwo.
Rundfunkfeature 1990 und 1995
Getanzt wurde immer. Rundfunkfeature 2007
Bankleer
KARIN KASBÖCK
CHRISTOPH LEITNER
Seit 2002 zahlreiche Stipendien, Preise und Ausstellungen. U. a. 2002 Preisträger der Evolutionäre Zellen, 2003 und 2004 Arbeitsstipendium Schloss Solitude
COMPLIZEN PLANUNGSBÜRO HALLE /BERLIN
Das Kernteam von complizen besteht aus Andreas Haase
und Tore Dobberstein. Beide haben während längeren Studien- und Arbeitsaufenthalten im Ausland gelebt. Wien, Guatemala City, Ahmedabad, Los Angeles und Toronto waren Stationen, die bleibenden Eindruck und Prägung hinterlassen haben. Haase ist Architekt, Dobberstein Diplom- Kaufmann. Das Büro wurde 1998 gegründet und bearbeitet die Geschäftsfelder Architektur, Kommunikation und Stadtentwicklung. complizen zeichnen sich durch Frische und visionäre Tiefe aus. Dies zeigen zahlreiche Wettbewerbe und Bauten. Die Projekte wie z.B. der Stadtentwicklungsevent sportification wurde vielfach publiziert und ausgestellt, unter anderem auf der Architekturbiennale in Venedig 2004.
FIEDLER.TORNQUIST ARCHITEKTEN ARCHE+ URB Fiedler.Tornquist Architekten Arch+ Urb ist ein Architekturbüro in Graz /Österreich. Exterritories wurde im Rahmen der Ausstellung Shrinking Cities entwickelt und während der internationalen Sommerschule des Thalia Theaters Halle durchgeführt.
ANSELM WEIDNER
Studium: Jura, Pädagogik und Philosophie. Arbeitete danach als Jurist und Therapeut.
Seit 1988 Arbeit für den Hörfunk. 1999 und 2000 erhielt Anselm Weidner den CIVIS-Preis und 2002 einen Preis des Märkischen Wirtschafts- und Presseclubs.
2002 initiierte er die Arbeitsgruppe Bürgerhaushalt Berlin.
Anselm Weidner lebt in Berlin.